Lorion

Dezember 2011

Die Höhle des Drachen

Hohepriester Unurlav von der Kirche des Abadar kümmert sich um Larun, erzählt der Party von Abadar, dem Gott von Zivilisation und Reichtum und was die Kirche alles für die Bedürftigen tut.
Er erzählt ihnen von den Kostspieligen Aktionen im Armenviertel zu Krankheitseindämmung, den vielen Verletzten durch Bandenkriege und so weiter, zudem muss die Kirche renoviert werden etc.
Seine Predigt über die hohen Kostenfaktoren endet abrubt, als er von Calliope eine üppige Bezahlung für das Zusammenflicken von Larun erhält.

Die Verbrannten Notitzen können von Vater Arvadom aus dem Tempel des Wissens problemlos entschärft werden.

Der Inhalt der Verbrannten Notizen ist nicht besonders gut erhalten, die Schrift ist eine zum größten Teil nicht mehr verständliche Mischung aus Zaram, Nash, Ustaliv, Zwergisch und Codeschrift, jedoch sind noch einige Worte entzifferbar:
“Val’Akalis” und “Hammerstedt” auf einer der letzten Seiten, sowie “Dal’Uniq” in einem der letzten einträge.
Zudem wird einige Seiten vorher ein “Deal mit Ruli…” erwähnt, jedoch ist nur ein Teil des Wortes lesbar.
Außerdem “Skorp..”, “Tarnung”, “Idioten”, “Kinderspiel” und “lukrativ”, sowie “Vra’saliq” auf einer der ersten Seiten.

Ludevic erzählt der Party von Zarissh der schwarzen Flamme und dem Raub des Drachenauges.
Zarissh ist ein Drachengeborener (Drachling) und ehemaliger Söldner mit beachtlichem Ruf, welcher vor einigen Jahren eine Räuberbande gründete und damit begann in den Ländern im Osten auf Raubzüge zu gehen – sich jedoch nie lange an einem Ort aufhielt.

Ludevics Vater, Bram Vanwerden hasste den Lebensstil seines Vaters selbst als er unter Opferung seines Lebens die restliche Famillie vor dem Drachen Narxzarnil rettete. Er investierte nach dessen Tod seine beachtlichen Reichtümer in mehrere Manufakturen, ua. einige Waffenschmieden, welche die Armee versorgten, sowie in Gaststätten, Geldleihhäuser und in den Handel mit Luxuswaren. Er verkaufte sogar den Besitz den sich sein Vater durch den Dienst für Ustaliv verdiente und behielt lediglich das Anwesen welches aus der Drachenwette hervorging.
Als er vor drei Jahren mit einer Handelskaravane unterwegs war, wurde diese von Zarisshs Bande überfallen. Nachdem dieser sämtliche Söldner die zum Schutz angeheuert wurden mithilfe seiner eingeschleusten Männer abgeschlachtet hat, stellte sich heraus dass er Bram vor allem wegen des Drachenauges überfiel, welches ihm Bram mit Freuden aushändigte – in der Hoffnung dies könne sein Leben verschonen. Ein Trugschluss.

Als Ludevic davon erfuhr machte er sich sofort daran Zarassh ausfindig zu machen, konnte aber erst vor kurzem herausfinden wo er ist – in den Gebieten nördlich von Düstergram.
Er bittet sie um Hilfe bei seiner Rache und bei der Wiederbeschaffung des Ringes – und verspricht ihnen kostenlose Dienste und fürsprache beim Alchemisten – sowie einen Großteil der Beute der Räuber.

Die Gruppe trifft im tempel des Abadar wieder einmal Slovik Vanski und seine Tochter – Sie wurden überraschenderweise abermals von Räubern überfallen. Sie sind aus Großfels weggezogen, da ihr Haus beim kürzlichen Brand zerstört wurde und sie genug von Savris Machtspielchen und den Orks hatten.
Die Beschreibung der Räuber macht sofort deutlich, dass es sich umZarrishs Bande handeln musste.
Die Tochter wurde wieder einmal entführt, doch die überlebenden Leibwächter konnten sie unter schweren Verlusten retten.

Der Graf von Gramfels teilt der Gruppe mit, dass Kasimir Fürst Rulijan II seinem Neffen Savris Rulijan aufgrund seines Verhaltens das Recht aberkannt hat, den Tänzer zu führen.
Zudem ergeht folgendes Urteil: Calliope erhält die Möglichkeit sich dieses Recht zu verdienen. Dafür muss sie nach Vlands Vorbild im Zweikampf einen Gegner besiegen, der ihrer ebenbürtig ist und der das Leben oder die Freiheit unschuldiger bedroht.

Sollte sie sich als würdig erweisen und das Wohlwollen des Tänzers erringen, wird der Vorwurf des Standbruchs fallengelassen (Das unerlaubte Führen von Adelsinsignien), und sie wird offiziel zur Schwertführerin ernannt und in ihrem weiteren Kampf gegen Ungerechtigkeit Untertützung erhalten.

Nach einige Planung verbündet sich die Gruppe mit Ludevic VanWerden und Godrik Hammerfaust, mit dem Ziel das Räuberlager zu finden und zu vernichten. Hammerfaust hat selbslos angeboten, seinen neuen Freund Ludevic zu begleiten, sofern er einen Teil der Beute bekommt.
Sie rekrutieren zudem einige weitere Abenteurer für dieses Unterfangen, von denen die meisten aber keine besondere Kompetenz ausstrahlen.
Ruben Caltrasi schließt sich zu diesem Zwecke ebenfalls der Gruppe an, da er der Ansicht ist, Dessira müsse von ihm auf ihren Weg geleitet und geführt werden.

Mit den Infromationen des überfallenen Händlers findet sie eine Stelle an der sie sich absichtlich überfallen lassen.
Sie teilen sich auf, wobei sich Hammerfaust mit den angeworbenen Abenteurern um die Räuber kümmert, während die Gruppe, Ludevic und Ruben einen von ihnen ausquetschen und so das Versteck von Zarissh finden.

Dort angekommen stehen sie vor einer beträchtlichen Anzahl schwer bewaffneter Männer, die in einem Zeltlager auf die nächste gute Gelegenheit für einen Raubzug warten.
Sie vermtuen Zarissh in einem Zelt, welches die anderen klar überragt und zudem protzig verziert ist.
Da eine direkte Konfrontation zu einer Zahlenmäßigen Unterlegenheit führen würde, entscheiden sie sich für einen Überraschungsangriff auf das Zelt des Anführers, während Ruben für ein wenig Ablenkung sorgt.

Zu diesem Zwecke beschwört er einen Windelementar in einem der kleineren Vorratszeklte, wodurch ein unbeschreibliches Chaos angerichtet wird – Waffen, Kleidung und Essen, sowie die Reste des Zeltes fliegen plötzlich mit ein lauten Getöse umher, während ein wildgewordener Mann in einer Robe durch das Lager rennt und die Räuber beleidigt. Er hat einen Zauber benutzt, der ihm eine unerhöhte Geschwindigkeit verpasste.

Während das Lager abgelenkt war und eine wütende tiefe Drachenstimme aus dem Zelt einige Befehle brüllte (“Macht, dass dieser Krach aufhört, oder ich spieß euch eigenhändig auf ihr nutzlosen Idioten!”), schlich sich die Gruppe an die Hinterwand des Zeltes. Calliope schnitt sich einen Durchgang durch den schweren Stoff und kam hinter einem hölzernen Trohn heraus. An einem Tisch entdeckte sie einen goldenen Kelch und eine Karaffe, deren Inhalt sie rasch mit einer großzügigen Dosis Asche aus ihrem Nimmervollen Beutel anreicherte, in der Hoffnung so die Sinne des Drachen in dem bevorstehenden Kampf zu benebeln.
Während der ganzen Aktion stand er nur einige Meter von ihr entfernt im Zelteingang und brüllte seine Untegebenen an.

Er setzte sich natürlich wieder auf seinen Thron und leerte seinen Kelch in einem Schluck. Nach einigen Minuten Wartezeit hatte er sich durch den gesamten Inhalt der Karaffe durchgearbeitet, zeigte jedoch keinerlei Anzeichen von Benommenheit.
Des Wartens Leid stürzte Ludevic an Calliope vorbei in den Raum und drohte seinem Erzfeind, was von diesem lediglich ein amüsiertes Lachen erntete.
Calliope kam daraufhin ebenfalls heraus und forderte ihn zum Duell, was Zarissh annahm, zweifellos überzeugt sie mit leichtigkeit zu besiegen.

Der Kampf fand vor seinem Zelt statt, unter Beobachtung aller Räuber des Lagers und Calliopes Mitstreitern.
Zarissh kämpfte wild und deckte seine Gegnerin mit einer langen Reihe von Hieben seiner Zwillingsschwerter ein, sie entpuppte sich jedoch als würdige Kriegerin, die seinen Angriffen gekonnt auswich und mit gut gezielten Hieben zurückschlug.
Als er erkannte, dass dieser Kampf länger dauern würde, als geplant, entschied er sich seinen feurigen Atem in ihr Gesicht zu entladen.
Dank ihrer Herkunft juckte dies Calliope kaum, sie bedankte sich mit einigen Säurefläschen, die siegenau gegen seine Nase warf.
Vor Wut rasend befahl er seinem Oberem Helfer Calliope zu “erledigen” – Dieser zückte sofort seinen Zweihänder und rannte auf sie zu, verfehlte jedoch knapp. Eine Gelegenheit für einen zweiten Schlag bekam er jedoch nicht mehr, denn Calliopes Gefährten reagierten prompt auf die Verletzung der Duellregeln.

Laruns Schlafzauber wirkte sofort und zwei der umstehenden Räuber, sowie der wild um sich schwingende Krieger vor Calliope fielen zu Boden. Noch ehe Zarissh zweimal blinzeln konnte, hatte sie dem am Boden liegenden die Kehle durchgeschnitten und das Schwert grinsend wieder auf ihn gerichtet.
Die Kontrolle entglitt dem Räuberanführer, und es wurde ihm nun schmerzlich bewusst. Er hatte gerade seinen besten Mann verloren – er war zwar nicht der hellste, doch unglaublich talentiert darin Leute kalt zu machen.

Er überdachte kurz seine Möglichkeiten, doch gegen zwei Zauberkundige und eine Kriegerin, die er offenbar stark unterschätzt hatte sah es schlecht aus. Zudem war da noch dieser Durchgeknallte Revolverheld, der gerade seine Pistolen entsicherte und sie in seine richtung hielt. Er entlud einen weiteren Feuerschwall in Richtung dieser “Helden”, drehte sich um und nahm die Beine in die Hand.
Dummerweise waren einige der Abenteurer hinter ihm etwas schneller als er.

Calliope schluckte das widerliche Gebräu der alten Hexe herunter, und fast sofort durchfuhr sie ein Schmerz, den sonst nur Kinder fühlen – Ihre Knochen wuchsen, und zwar in einem unnatürlichen Tempo. Innerhalb von Sekunden nahm sie die Größe eines Ogers an – ohne jedoch auch dessen Aussehen zu übernehmen.
Altertümliche Magie war das – Eine Magie die nicht auf das Körperliche verzichtete, wie moederne Varianten, eine Magie, bei der man den Effekt [i]wirkich[/i] spürt.

Sie erreichte den Drachen schnell, nun da sie zu ihrer Geschwindigkeit auch noch eine beträchtlich erweiterte Schrittweite aufweisen konnte, und begann seinen ungeschützten Rücken anzugreifen.
So zwang sie ihn sich umzudrehen und das unvermeindliche Duell wieder aufzunehmen.
Doch ehe der verdammte groß reagieren konnte, durchfuhren ihn spasitsche Zuckungen und er begann unkotrolleirt zu Lachen. Dessira hatte ihn mit einem Zauber belegt, der ihm seinen Willen raubte und ihm ein widerlichen Lachanfall verpasste. Er hasste diese Magier – oh wie er sie hasste.

Doch jemand hasste Zarrish noch viel mehr. Ludevics Gesicht tauchte in seinem Blickfeld auf, und der Ausdruck darauf war nichts anderes als diabloisches Vergnügen und Genugtuung. Zarissh sah die Müdung der Waffe auf seinen Schädel nieersausen und versuchte sich zu wehren, doch seine Arme versagten ihm den Diesnt.
Dann wurde es mit einem Knall dunkel.

Ludevic kniete sich neben die Leiche, ließ das versteckte Messer an seinem Rechten Arm herausschießen und begann den Kopf des Räubers abzuschneiden, wobei er zufrieden lächelte. Währenddessen entfernten sich die anderen teils angeekelt, teils aufgebracht über den Betrug und die Exekution.

Die verbliebenen Räuber flohen sofort, als sie merkten, dass selbst ihr Anführer unterlegen war, daher war es der Gruppe ein leichtes das Lager nach Kostbarkeiten zu durchsuchen.
Als sie danach zum Weg zurückkehrten sahen sie, dass Schmetterfaust problemlos mit den restlichen Räubern fertiggeworden war. Was von ihnen übrig war, fanden sie ohnmächtig und gefesselt an einen großen Baum.
Einer der zwei Begleiter von Schmetterfaust war jedoch nicht auffindbar.

Während eines klärenden Gesprächs zwischen den zwei Gruppen schossen aus den Baumkronen plötzlich vergiftete Bolzen auf sie zu. Der Angreifer schaffte es, einige Abenteurer zu treffen, wurde jedoch rasch aufgespürt. Es handelte sich um den zweiten Begleiter von Hammerfaust.
Nach einer kurzen Verfolgungsjagd war es Calliope auch beinahe gelungen, ihn zu fangen, doch er löste sich vor ihren Augen in Luft auf. Sie war nicht in der Lage den Unsichtbaren zu fangen.

Ludevic kehrte kurz darauf mit dem Kopf des Drachen aus dem Wald auf – er würde ihn erst Tage später wieder loslassen, aufgezwungen durch den Wirt der Taverne, da er mit seinem abstrusem Verhalten die Kundschaft verjagte.

Der Sieg wurde offiziel Calliope zugeschrieben und sie bekam in einer sehr pompösen Zeremonie den Tänzer offiziel verliehen. Es wurde sogar ein Chor gestellt, der ihr zu ehren die Nationalhymne von Ustaliv spielte.
Zudem wurde ihr der Auftrag erteilt die Attentäterin Valia zu jagen und zu stellen, sowie den Komplott hinter diesen Mordanschlägen aufzudecken, für das Wohl des Landes zu Kämpfen und für die Freiheit im Allgemeinen.

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Sertaki

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