Lorion

März 2012

Ein toter Hauptmann und die Augen des Drachen

Baron Von Gramfels unterrichtete die Gruppe über neue Vorkommnisse in Großfels.
Die Stadtwache von Großfels hat das beschriebene Versteck der Totenbeschwörer untersucht und ist dabei auf eine neu aufgemaute Meute Untoter gestoßen. Sie haben es verlustfrei geschafft, alle niederzustrecken und haben das Versteck gesichert und untersucht. Später waren sie imstande die Totenbeschwörerin zu stellen und festzunehmen als gerade sie mit frisch erbeuteten Leichen wiederkam.
Sie wurde im Wachhaus untergebracht und von Hauptmann Zak Walijov einer Befragung unterzogen. Kurz darauf hörte man den Hauptmann schreien und um Gnade winseln, woraufhin die restlichen Wachen den Befragungsraum stürmten. Die Gefangene hatte ihn zu diesem Zeitpunkt bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, während ein zweiter Wächter mit verzerrtem Gesicht tot auf dem Boden lag.
Sie brach schnell unter dem sofortigen Angriff der Wachen zusammen, schaffte es jedoch noch mit letzten Kräften und einem hysterischen Lachen einen Feuerball zu zünden, welcher sowohl sie als auch die meisten verbliebenen Wachen im Raum zu Tode kommen ließ, wie der neue Hauptmann Finn Streukling berichtete.
Es wurde im Vesteck der Totenbeschwörerin viele Gegenstände von Rituellen Charakter gefunden die auf eine Verbindung mit dem Orcus Kult schließen lässt. Von einem Meister, den sie vor ihrem Tode kurz erwähnte fehlte jedoch jede Spur.

Bartholeus hat den Stab einer als Larun getarnten Valia überreicht. Sie brach auf um “etwas wichtiges” zu überprüfen. Valia hinterließ beim Gehilfen eine Nachricht: “Sie mache eine Wanderung durch die Wälder nördlich von Gramfels.”

Bartholeus kam nochmal kurzfristig zurück und überließ der Gruppe ein stark mitgenommenes Buch voller unzusammenhängender Notizen, in dem auf den letzten Seiten folgendes steht:

“Es könnte sich bei dem von mir untersuchten Stab um eine Gegenstand von großer Macht handeln. Nach ausführlichen Untersuchungen und Recherche und unter Berücksichtigung der von euch erhaltenen Informationen (insbesondere Der Herkunft des Gegenstands – Der Krater von Lynargam) kam ich zu dem Schluss, dass es sich dabei um ein legendäres Artefakt des Reiches Noralis handeln könnte – einem der sieben sagenumwobenen Stäbe der Schatten. Es war mir jedoch unmöglich zu überprüfen ob dies stimmt, noch festzustellen, mit welcher dieser zum Teil schrecklichen Waffen wir es zu tun haben, sofern die theorie stimmen sollte.
Ihr solltet schleunigst mit eurem Vorhaben weitermachen, den ehrenwerten Gondoril vom Splitteraxtclan zu treffen. Er ist ein ausgezeichneter Experte auf dem Gebiet der Erforschung untergegangener Magierreiche, inbesodere im Bezug auf Noralis, naheliegend wenn man sich die Nähe zum Krater von Lyrganam ansieht.
Er könnte mit sicherheit meine Theorie bestätigen oder entkräften – und im Falle, dass ich Recht hatte weitere Informationen Preisgeben. Immerhin hat er mehrere Bücher zu dem Thema verfasst und hat einen überauß unterhaltsamen Schreibstil.

Ich bin hocherfreut über ein so hochspannendes Forschungsthema gestolpert zu sein, wir sehen uns gewiss wieder in naher Zukunft.

PS: Gebt Acht, was ihr mit dem Stab anstellt, er könnte euer aller Untergang sein."

Ein gutaussehender Elf erkundigte sich im Goldenen Greif nach Calliope, angeblich wolle er sie aus geschäftlichen Gründen finden und hat der Barmaid einige Goldmünzen für die Informationen gegeben. Später tauchte er auch in der Bibliothek auf und der Gehilfe erzählte ihm dass Bartholeus momentan den Stab begutachtet.

Die Untersuchung der verbrannten Notitzen der Attentäterin hat erfolgreich einige Informationen ans Tageslicht gebracht:
Der Name Val’Akaalis, der im Zusammenhang mit Hammerstoedt fiel bezieht sich höchstwahrscheinlich auf einen niederen elfischen Adeligen aus Vra’quin welcher dort seit über einem Jahr nicht mehr gesehen wurde. Nach einiger Rechersche konnte ermittelt werden, dass ein Mann der seiner Beschreibung entspricht jedoch vor ca einem Monat im Goldenen Greifen gesehen wurde.
Dal’Uniq welcher auf den letzten Seiten erwähnt wird, ist ein hochrangiger Offizier der Königlichen Garde von Vra’quin – es wurden Schritte in die Wege geleitet um ihn zu beobachten. Es ist nicht klar ob es sich bei ihm um ein mögliches Opfer handelt oder er ein Komplize ist.
Der Name Va’Saliq fiel zudem am Anfang der Aufzeichnungen. Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Kriegsherren der Waldelfen von Al’Falanel. Der Rat der Alten von Al’Falanel wurde kontaktiert und über ihn befragt, jedoch rechnen wir mit keiner zügigen Antwort – die gibt es aus Al’Falanel niemals. Seine Rolle ist ungewiss.

Ludevic überrumpelt die Gruppe in ungewöhnlich nüchternem und gepflegten Zustand. Er übergibt ihnen das Drachenauge und erklärt, dass er es Leid ist, im Schatten seinen Großvaters zu stehen.
Die Barden in Düstergramm haben sogar ein altes Lied über Ludevic den Drachenschlächter ausgegraben und führen es neuerdings auf. Er ist es Leid nicht durch seine eigenen Taten zu einem berühmten Abenteurer zu werden.

Er erzählt die Geschichte des Rings, den Tod seines Vaters und seine Reise:

Ludevic VanWerden war ein sehr gerissener Mann und nachdem er bereits Berühmtheit erlangt hatte, durch die Befreiung des Landes zusammen mit Vland Rulijan, lebte er eine ganze Weile zufrieden von der großartigen Belohnung und von seinen neuen Privilegien.
Er brauchte dieses Geld jedoch unglaublich schnell mit seinem verschwenderischen Lebensstil auf und geriet zudem in Verruf weil er trotz allem es nicht lassen konnte hin und wieder ein krummes Ding zu drehen – obwohl er es jedesmal mit einer mehr oder weniger bedeutenden Heldentat aufwiegte.
Irgendwann erfuhr er vom dem Drachenauge, einem Artefakt aus dem Zeiten der Blüte von Zaram – und dass es sich im Besitz des Drachens Vranixash dem verschlinger befand.
Nachdem er einige Untersuchungen über die Natur des Drachenauges angestellt hatte, kam er zu der überzeugung es unbedingt zu brauchen – und ging eine Wette mit einem wichtigen Adelingen in den östlichen Randprovinzen Ustalivs ein – Karol von Dostojav.
Er würde den Drachen ohne Fremde Hilfe erlegen, wofür dieser ihm seinen gesamten Besitz und noch Titel und Anwesen überließe – falls er scheiterte und dennoch überleben sollte stelle er sich Lebenslang in den Dienst des selben Mannes als Kammerdiener und Leibwächter und was noch so benötigt werde.
Dostojav war natürlich überzeugt niemand könne die schreckliche Kreatur besiegen – und eine Aussicht auf den gefeierten Helden als Diener konnte er nicht ablehnen – höchstwahrscheinlich sah er darin aber nichst weiter als das Potenzial für eine amüsante Geschichte.

Die Erzählung über den Sieg seines Großvaters seien größtenteils wahr versichte Ludevic.
Er habe sich in den Bau von Vranixash geschlichen, während dieser auf Jagd war, stahl das Drachenauge und hinterließ eine Nachrichte, in der er ihn zur Ablenkung an einem entlegenen Ort zum Kampf herausforderte – und dieser Plan hat wie verrückt er auch klingt funktioniert – der Drache war wutentbrannt über den verlust seines größten Schatzes.
Dann installierte Ludevic eine große Anzahl tödlicher Fallen – viele von magischer Natur – jedoch stahl er dem Drachen keinesfalls das Feuer – zumindest nicht solang dieser lebte.
Die Fallen funktionierten ausgezeichnet und durch einige magische Untertützung überlebte Ludevic der Erste sogar den Drachenatem. Nach dem “Kampf” war Vranixash ein häufchen Elend und der große Held Vollzog mit dem Drachenauge ein Ritual bei dem er tatsächlich das Feuer des Drachen stahl – Er band dessen Seele und magische Kraft in dem Ring.

Dann überreichte Ludevic der Gruppe ein kleines in Leder gebundenes Buch mit den Worten
“Hier steht alles was ihr zu wissen braucht über den Ring und seine Kraft – zumindest das, was mein Großvater gewillt war preiszugeben.”

Als Ludevic vom Tod seines Vater durch die Hand Zarashs erfuhr, machte er sich sofort daran den Mörder ausfindig zu machen, konnte aber erst vor kurzem herausfinden wo er ist – in den Gebieten nördlich von Düstergram.
Die Jagd wurde zu Ludevics einzigem Ziel und er verfiel dem Alkohol – alles andere schien egal zu sein.

“Ich gebe euch den Ring im Glauben, dass ihr ihn nicht missbraucht. enttäuscht mich nicht. Jetzt da ihr offiziel der Legende Rulijans folgt finde ich es angebracht, dass das Drachenauge wieder an der Seite des Tänzers reist. Mein Großvater hätte es sicher auch gutgeheißen, nur dass in seiner Vision sein Sohn beides führte.”

Das Buch, welches er der Gruppe überließ beschreibt die Geschichte des Drachenauges, ein Zeugnis elfischer Handwerkskunst und zwergischer Magie.
Es wurde vor ca 700 Jahren von dem Elfen Alnisar Nar’Dalashiv geschmiedet, mit der Bestimmung ein mächtiger Schutz vor den damals in der Gegend wütenden Rotdrachen zu sein. Mit der Hilfe einiger zwergischer Magier wurde dem Ring die Macht gegeben in seinen zwei Edelsteinen die pure magische Energie von Drachenfeuer zu speichern und sowohl großen Widerstand gegen jegliche Flamme als auch die Macht über das Element zu verleihen.
Der Ring erforderte es, um seine volle Macht zu entwickeln, dem Drachenfeuer selbst ausgesetzt zu sein, und so wurde er mutigen Abentuerern gegeben, die in selbstmörderischer Mission versuchten Drachen zu erlegen. Nach kurzer Zeit verschwand der Ring von der Bildfläche, als ein Drache ihn zum Teil seiner Beute machte.
Er tauchte erst ca 300 Jahre später wieder auf, als ein Held, dessen Name in Vergessenheit geraten ist, einen mächtigen Drachen erschlug und in den Besitz des Ringes geriet.
Leider wurde der Held ebenfalls erschlagen – und ein wahnsinniger Magier namens Revikanus erlangte den Ring und führte einige “Modifikationen” an ihm durch. Dabei wurde er so manipuliert, dass er nicht mehr als reiner Speicher für Drachenfeuer diente, sondern auch einen Teil der Seele jedes von seinem Träger getöteten Drachens absorbierte. Revikanus verfolgte den Plan auf diese Weise die Macht eines Drachens zu erlangen – in jeder erdenklichen Form – und strebte danach so selbst einer zu werden.
Als Nebeneffekt zehrte der Ring von diesem Moment an auch von der Lebenskraft seines Trägers – ein Preis den viele zu bezahlen bereit waren.

Damals hat der Ring sein heutiges Aussehen erlangt – eins der Drachenaugen in denen die beiden Edelsteine steckten schloss sich und sollte erst wieder geöffnet werden wenn der Ring genug Spirituelle Macht und Elementare Energie angesammelt hat, um seine volle Kraft zu entfalten und so die wilden Wünsche Revikanus zu erfüllen.

Ludevic beschreibt weiter, dass der Ring unter Drachen zu einer art “Jagdtrophäe” wurde und so Revikanus in den nächsten Jahrzehnten dafür verantwortlich wurde, dass vermehrt Drachen das Land terrorisierten und ihn jagden. Revikanus selbst verstarb kurz nachdem er seine Modifikationen durchführte an Drachenzähnen. Doch der Ring wurde schnell von sterblichen wiedererobert nur um wieder in einem Drachenschatz zu landen.

Die Lage beruhigte sich erst nach etwa einem Jahrhundert, als der Gottkönig von Zaram einen Vernichtungskrieg gegen die Drachenburt befahl und diese sehr effektiv aus Lorion in die Lande im Osten vertrieb.

Nun da das Reich Zaram seit über hundert Jahren nicht mehr existiert sind bereits einige Drachen in die Randgebiete zurückgekert, unter anderem Vranixash, welchem die Klinge Ludevics bestimmt war – und mit ihm das Drachenauge.

Ludevic hat zudem mit einigem Aufwand eine Abschrift eines Manuskripts von Revikanus beschafft und so von den Ritualen erfahren mit denen man die Macht des Drachenauges entfaltet. Revinkaus war sich jedoch selbst nur bis zu einem gewissen Punkt bewusst, wie man die Macht des Ringes anzapft. Sein eigentliches Ziel, die Erlangung voller Drachenmacht, käme von selbst. Zumindest war er der festen Meinung es sei so.
Es werden vor allem zwei Rituale Beschrieben – “Die Prüfung des Feuers”, welche wahrscheinlich bereits bei der Erschaffung des Ringes in seiner ursprünglichen Gestalt von jedem Träger bestanden werden musste um seine Kräfte zu entfalten (Ein buchstäbliches Bad im Feuer), und “Die Einverleibung” – Ein Ritual welches den Tod eines Drachen erfordert und wohl ein Resultat von Revikanus Modifikationen ist.

Ludevic richtet sich in seinem Buch daraufhin an seinen Sohn Bram:
“Ich weiß, du bist ein Feigling und denkst nicht, dass es sich lohnt dein Leben aufs Spiel zu setzten um die Welt zu entdecken, Jungfrauen zu retten und Drachen zu erschlagen, aber falls der Tag kommen sollte, an dem aus dir ein Mann wird – akzeptiere dein Erbe und erwecke den Ring!”

Der Überfall des Drachens Narxzarnil auf die Familie VanWerden, bei dem sein Großvater sich opferte um seine Familie zu Retten, war somit höchstwahrscheinlich zurückzuführen auf die Anwesenheit des Drachenauges.

Godrik Hammerfaust fragt die gruppe wohin sie reisen, und warnt sie davor momentan nicht allzu weit ins Landesinnere von Tiefbergen einzudringen. Er will es jedoch nicht näher erklären und redet von “schwierigen Politischen Verhältnissen”.
Er überreicht ihnen eine seiner Wuräxte, die er vorher mit einer zwergischen Gravur verziert hat und sagt, dass er in bestimmten Kreisen immer noch respektiert werde und dies zeigt, dass sie sein Vertrauen gewonnen haben.

Godrik und Ludevic ziehen dann nach süden um als Söldner und Abenteurer tätig zu werden.

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Sertaki

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