Magie

Magie

Die Welt von Lorion ist eine Welt voller Magie, das Land selbst ist durchzogen von arkaner Macht, und die spirituellen und göttlichen Energien aus der Vorzeit sind an vielen Orten omnipräsent.

Geformt aus dem Chaos von den elementaren Urwesen, geordnet durch die Götter der Vorzeit, heute Zuhause der sterblichen Rassen und beherrscht von uralten Geisterwesen.
Die ursprünglichen Energien, mit denen die Welt geformt wurde durchziehen noch immer die Erde und dienen als eine der Hauptquellen für jegliche Form von arkener Magie.

Das Chaos, aus dem die Welt geformt wurde ist vielerorts immer noch in unmittlbarer Nähe unserer Existenzebe. An manchen Stellen sind sogar die Grenzen stark verschwommen und die beiden Ebenen berühren sich, sodass Teile der Elementarebenen in unsere Welt überschwappen.
Solche Orte werden Elementarpole genannt und bereichern die Welt um eine weitere Form von Energie die von Magiern und anderen Zauberwirkern angezapft werden kann. Oftmals sind solche Orte auch Subjekt von Anbetung und zählen als religiöse Pilgerstätten.

Hexenmeister haben eine besondere Verbindung zu diesen Mächten. Manche können ohne groß darüber nachzudenken die arkanen Energien der Welt direkt anzapfen. Ihre Fähigkeit stammt oft aus ihrem Blut, an sie weitergegeben von mächtigen Wesen in ihrem Stammbaum, Wesen die selbst Mächte besitzen, von denen Normalsterbliche nur träumen können. Doch häufig werden Hexenmeister geboren, die ihre Macht keinesfalls von einem Dämon oder Engel erbten, sondern vielmehr durch die Energie der Erde oder der Elemente bei ihrer Entwicklung im Mutterleib beeinflusst wurden. Meist geschieht dies nahe der elementaren Pole oder starker arkaner Leylinien, doch es sind auch viele Fälle bekannt in denen diese Macht weitab solcher Orte erlangt wurde.
Doch welcher Mechanismus hier am Werke war ist ungeklärt.

siehe: Elementarpole und ihr Einfluss

Im Laufe der Zeit haben viele die Macht dieser natürlich begabten Hexer beneidet und zu imitieren versucht. Sie lernten die Energien der Natur zu manipulieren, zu bändigen und ihnen ihren Willen aufzuzwingen. Um dies zu erlernen braucht es jedoch eine lange Zeit der Studien und beinhaltet ein gewisses Risiko. Denn wer mit diesen ungebändigten Energien hantiert, der läuft Gefahr von ihr überwältigt zu werden und mit der Zeit seine mentale Stabilität zu verlieren.
Das elementare Chaos ist unserer Welt sehr nahe, und war sowohl vor langer Zeit der Ursprung der Arkenen Leylinien, als auch die direkte Quelle der elementaren Energien, die aus ihm in unsere Welt gelangen. Mit diesen Energien zu hantieren kann für Personen durch welche diese Energien nicht natürlich fließen bedeuten, dass sie langsam Stück für Stück von seinen Energien überwältigt werden und letzendlich dem Wahnsinn verfallen oder auf sonstige Weise zu einem Fokus für die wilden ursprünglichen Energien werden.
Die Magie, welche sie zu beherrschen glaubten, beginnt ihre grundlegenden Motivationen und Gedanken zu überwältigen und sie zu verdrehen. Vor allem Spezialisten, die sich auf eine Schule der Magie beschränken sind oft von diesem Schicksal betroffe, und verfallen in einen Zustand der auf extreme Weise die Grundideen ihrer Zauberschule wiederspigelt, zb Paranoia, Zerstörungwut, oder Angst und Desorientierung. In manchen Fällen kommt es sogar zu körperlichen Veränderungen und Derfomitätetn.
Es wurden natürlich auch Wege gesucht, um diesen Langsamen Verfall zu stoppen oder zumindest ihm entgegenzuwirken, und viele Magier wenden sich mit der Zeit wiederholt an Priester und andere göttliche Zauberwirker, um ihr Leiden zu mindern.

siehe: Arkane Korruption

Als klar wurde, dass magisch unbegabte ein großes Risiko eingehen, wenn sie versuchen die Energien der Welt zu bändigen, begann sich das Misstrauen gegenüber solcher Personen zu vergrößern, und ist heutzutage oftmals allgegenwärtig.
Natürlich konnte das nicht den Hunger nach Macht stoppen, der überall anzutreffen ist, und so entwickelten sich Magieschulen und Akademien, die einen disziplinierten Umgang mit den chaotischen Energien lehren – und hoffen, so eine gewisse Kontrolle zu erringen. Diese Orden und Gilden haben es geschafft das Ansehen der Magier wieder zu steigern und haben auch verschiedene Methoden entwickelt, dem geistigen Verfall entgegenzuwirken. Ein Mitglied solcher Orden kann darauf vertrauen, in den Augen der Bevölkerung einen Großteil des Schreckens zu verlieren, ein gewisses Maß an Misstrauen bleibt meist dennoch.

Eine weitere Konsequenz der Gefahr von Magie für die Psyche waren eine stärkere Zuwendung zu Göttern und der Natur als Quelle von Macht, sowie die Entwicklung anderer Formen von arkaner Magie und Psionik.
Letzteres Führte zu der Verbreitung von Techniken die das versteckte Potenzial des Verstandes befreien und die Macht des Willens zu einer Waffe und einem Werkzeug konzentrieren.
Pisoniker sind heutzutage an vielen Orten so allgegenwärtig wie Magier, können aber meist davon ausgehen, dass sie viel offener und ohne Vorurteile behandelt werden. Das anfägliche Misstrauen gegen diese neue Quelle der Macht ist gewichen, das Anzapfen des eigenen geistigen Potentials scheint einfach in den Augen eines Ahnungslosen gefahrloser als das Spiel mit ursprünglichen Mächten.
Es gibt zahllose Mönchsorden und Akademien, die gleichzeitig ein Training des Geistes und des Körpers verfolgen, und jene die eine derartige Ausbildung genossen sind oft höher angesehen als die Absolventen von Magierschulen.
Das hat gezwungenermaßen auch dazu geführt, dass einige Magieorden und Gilden sich entschlossen, selbst auch in diese Richtung zu forschen. Es ist zwar keine weit verbreite Praktik, doch es gibt durchaus einige wenige, die sowohl die Macht des Arkanen als auch die des Geistes gemeistert haben. Die mentale Kraft, die aus solchen Praktiken gewonnen wird, scheint auch zu einem gewissen Grad der psychische Degeneration der Magie entgegenzuwirken.

Mit der Zeit entwickelten sich auch einige Kulte, welche die arkanen Leylinien durch die geballte magische Kraft im Erdinneren fließt, anbeten und sie als Grundkräfte verstehen, die die Welt zusammenhalten. Diese ursprünglich druidisch und schamanistisch orientierten Gruppierungen haben es geschafft, Muster zu entdecken, die der urprünglichen arkanen Energie zugrunde liegen, und auf ungefährliche Weise die Kräfte der Leylinien in Runen zu kanalisieren und so zu bändigen. Diese Form der arkanen Magie ist eine sanfte und der Natur näher stehende, und ist eine relativ junge Erscheinung. Sie hat keineswegs die rohe zerstörerische Kraft inne, die man in den Händen von Hexenmeistern findet, doch erlaubt sie jedem, der über das nötige Wissen verfügt die Macht des arkanen zu kanalisieren.
Praktiziert wird diese Runenmagie vor allem von wilden Stämmen und Druidenzirkeln, aber seit einiger Zeit haben auch einige Zwergengemeinschaften diese „Erdmagie“, wie sie dort genannt wird entdeckt und übernommen.
Natürlich sind Anwender dieser Magieform auch in Grenzgebieten zu finden, wo zivilisierte Siedlungen im regen Austausch mit nomadischen und naturverbundenen Stämmen auch die dortigen Erkentnisse übernahmen.
Das besondere an dieser Magieform ist jedoch ein Merkmal, dass es gegen die meisten anderen abgrenzt: Jene, die sie Praktizieren, werden Runenmeister genannt, und ihre Magie ist stark mit einer physischen Präsenz der Runen verbunden. Diese tätowieren sie sich selbst auf den Körper und es ist unter ihnen üblich, den Körper genauso zu trainieren, wie den Geist. Es sind ernstzunehmende Gegner, die es auch ganz ohne Magie mit den meisten Herausforderern aufnehmen können.
Unter vielen wilden Stämmen ist es sogar Brauch, sich die Runen einzubrennen oder gar durch Selbstverstümmelung als Narben zuzufügen.

In jüngster Zeit haben einige traditionelle Magier Interesse an dieser Kunst gezeigt, und es werden Versuche betrieben, ihre eigenen Techniken so anzupassen, dass sie die Vorzüge ihrer mächtigen Zauber genießen können, ohne Gefahr zu laufen den Verstand zu verlieren. Es gibt Gerüchte über einige, die das geschafft haben sollen.

Als eine weitere Kunst, die sich entwickelt hat um ähnliche Resultate wie Magie zu erzielen, ist die Alchemie. Findige Erfinder, vor allem Gnome und Menschen, haben mit verschiedensten Substanzen experimentiert und mit der Zeit vielfältige Rezepturen entwickelt, welche zum einen explosive und gefährliche Mischungen erzeugen, aber auch Tränke mit magieähnlichen Effekten.
Während dieser Experimente wurde von Gnomen auch eine Mischung von gemahlenen Mineralien und Pülverchen entdeckt, die in Verbindung mit Feuer äußerst explosiv wirkt.
Dieses so genannte Feuerpulver wurde anfangs für verschiedenste Bomben und explodierende Spaßartikel verwendet, bis einige zwergische Schmiedemeister eine Waffe entwickelt haben, die mithilfe dieses Pulvers große Stein- oder Metallkugeln verschießt. Mit der Zeit hat die zwergische Schmiedekunst dieses Prinzip weiterentwickelt und für den persönlichen Gebrauch vereinfacht. Heutzutage gibt es verschiedene Schusswaffen, die zwar bei weitem zu teuer sind um wirklich allgemein verbreitet zu sein, doch in gewissen Kreisen Anhänger gefunden haben. Zwerge haben die Herstellung gemeistert, wie bei fast allen Handwerskfertigkeiten, und benutzten sie als ein effektives Mittel im Kampf mit den Gefahren der Berge. Weit verbreitet sind Schusswaffen aber auch unter menschlicher Aristokratie, bevorzugt natürlich meisterhafte Zwergenarbeiten, und Gnomen.

Den Alchmisten gelang es zudem nach langen Experimenten, elementare Energien direkt in ein flüssiges Medium zu leiten, ohne ihnen selbst ausgesetzt zu werden, wie es bei traditionellen Magiern der Fall war.
Durch diese Errungenschaft wurden viele magische Effekte die ohne einen Hexer nicht erreichbar waren für jeden erreichbar, wenn auch zu einem hohen Materialpreis.

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Lorion Sertaki